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Leichtsteine für Mauerwerk aus recycelten Porenbeton

Der zementgebundene Formstein besteht aus recycelten Porenbeton in einer Zementmatrix. Diese Leichtmörtelsteine schließen den Baustoffkreislauf des Materials, da der Porenbeton von der Deponierung vorbehaltenes Reststoffes wieder als Wandbaustein eingesetzt wird. Die Mauersteine als Baumaterial könnten für den Innenausbau und Außenmauern benutzen werden (in Industrie, Garagen oder Wohnungsbau). Der leichte Werkstein aus Porenbeton-Brechsand mit Zementstein-Bindung ist leichter als der Kalksandstein. Im Vergleich zu den traditionellem Porenbeton ist er gunstiger, weniger Porös, sowie festiger, schwerer und dichter. Der Stein weist gute Wärmedämm- und Schallschutzeigenschaften auf.

Materialeigenschaften

Rohstoff: Porenbetonrezyklat (Calcium-Silikat-Hydrat-Matrix) + Steinkohlenflugasche  + Wasser + Portlandzement, ohne inerte Zuschlagsstoffe wie Sand oder Kies.
Innovation: Es ist eine gultige alternative für die Deponierung des Porenbetons.  Die Herstellung im Pressrüttelverfahren funktioniert ohne thermische Behandlung.

Datum:  Veröffentlichungstag der Patenterteilung: 03.03.2016.

Entwicklungsstandt:  Prototyp

Ansprechpartner Firma:  Stiftung Institut für Werkstofftechnik Bremen,
Amtliche Materialprüfungsanstalt Bremen
Dipl.-Ing. Frank Hlawatsch
+49 (0)421 53708-22
hlawatsch@mpa-bremen.de
http://www.mpa-bremen.de

Ansprechpartner HfK:        Mariandreina Baasch  MBAASCH@hfk-bremen.de

Fertigungsart: Die Formsteine sind auf 250 x 120 x 100 mm verdichtet

Gewicht: 1,0 bis 1,5 kg/dm3 (er kann damit als Leichtstein bezeichnet werden)

Beständigkeit: Leicht, weist gute Wärmedämm- und Schallschutzeigenschaften auf.  Es ist ein Produkt für nachhaltiges Bauen (EU Bauproduktenverordnung, Juli 2013).

Stabilität: Die Druckfestigkeit beträgt 3 bis 20 N/mm2, was zur Verwendung als Baustein für tragende Wände im Hausbau ausreicht.

Verarbeitung: Zur Herstellung des Steins wird das Rüttelpressverfahren genutzt, bekannt  zur Produktion von Betonpflastersteinen (Pressdruck + Vibration).

Variationsmöglichkeiten: Verschiedene Formen wurden schon ausprobiert, beispielsweise das „Trockenmauersystem“ von Prof. Andreas Kramer.

Quellen

  • Hlawatsch, F., Aycil, K. und Kropp., 2016. „Hochwertige Verwertungswege für Porenbetonbruch in Mörteln und Leichtsteinen für Mauerwerk. Mineralische Nebenprodukte und Abfälle, Band 3. Neuruppin: TK Verlag Karl Thomé-Kozmiensky“, 433-454
  • InnoWi, 2016. „Leichter Werkstein aus Porenbeton-Brechsand mit Zementstein-Bindung“

Bildquelle: Hlawatsch, F., Aycil, K. und Kropp., 2016. „Hochwertige Verwertungswege für Porenbetonbruch in Mörteln und Leichtsteinen für Mauerwerk. Mineralische